Steuerberater Köln - Michael Hohmann

Gastronomieportal

Wir beraten seit vielen Jahren Unternehmen in den Bereichen Gastronomie und Hotellerie in unterschiedlichen Größenordnungen. Wir sind deshalb intensiv vertraut mit den vielseitigen steuerrechtlichen und wirtschaftlichen Besonderheiten des Hotel- und Gaststättengewerbes und unterstützen Sie neben der Steuerberatung in allen Fragen der Unternehmensführung.

Dazu bieten wir neben der individuellen Steuerberatung alle Leistungen für Ihr Tagesgeschäft von der Finanzbuchhaltung bis zur Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Unsere betriebswirtschaftliche Beratung und alle dazu gehörenden Auswertungen sind speziell auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet. Wir beraten Sie

  • zur Erreichung einer optimalen Unternehmensführung
  • zur Erzielung einer besseren Umsatzrendite
  • zu einer Kassenführung ohne Prüfungssorgen
  • für eine sichere Kellnerabrechnung
  • zur Optimierung der Pfandgutabrechnungen

Betriebsprüfung ohne Schrecken

Wir kennen die aktuellen Schwerpunkte von Betriebsprüfungen und bieten deshalb unseren Mandanten viele organisatorische Hinweise. So prüfen wir besonders im Vorfeld mögliche Verfahrensfehler bei der Kassenführung oder den Kalkulationsgrundlagen.

Was wir für Existenzgründer tun können

Viele Existenzgründer in der Gastronomie und Hotellerie sind Fachleute im operativen Bereich und haben ihre Erfahrungen im Service, in der Küche oder in einer Bar gesammelt. Das allein reicht aber in der Regel nicht aus, eine ganze Kette von kaufmännischen, rechtlichen und finanziellen Anforderungen zu meistern, mit Lieferanten, Verpächtern, Banken und Personal so zu verhandeln, dass am Ende auch der unternehmerische Erfolg steht.

Profitieren Sie deshalb von unserer Erfahrung. Wir erstellen mit Ihnen vom Businessplan bis zur Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung alles, was Sie sich selbst, Ihren Gläubigern und der Bank schuldig sind.

Dann können Sie selbst erkennen, ob Ihre Ziele wirtschaftlich tragbar sind und wie Sie am besten starten.

Weitere Tipps zur Existenzgründung finden Sie auch hier.

Sie wollen eine neue Gaststätte oder ein Hotel eröffnen, erweitern oder sind an der Übernahme eines bestehenden Betriebes interessiert? Dann stehen wir Ihnen von Anfang an zur Seite – mit wichtigen Tipps und Informationen.

Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Selbstständigkeit vor? Wie bereiten Sie sich am besten auf Ihre Gründung vor? Welche Finanzierung kommt für Sie in Frage? Und was sollten Sie in Ihrer unternehmerischen Startphase beachten? Antworten auf diese und ähnliche Fragen finden Sie im Gespräch mit uns auf dem Weg in Ihre Selbstständigkeit.

Egal, ob Sie aus der Arbeitslosigkeit oder noch als Arbeitnehmer eine Existenzgründung oder eine Betriebsübernahme planen, bei uns sind Sie richtig.

Viele Existenzgründerinnen und Existenzgründer scheuen den Gang zu einem Steuerberater wegen der vermeintlich hohen Kosten. Dabei sind diese im überschaubaren Rahmen und werden in den meisten Fällen mit öffentlichen Zuschüssen unterstützt.

Unsere Leistungen für Sie:

  • Persönliches Gespräch über alle notwendigen Formalitäten und Genehmigungen zur Existenzgründung
  • Hilfestellung bei der Erstellung Ihres Businessplans
  • Erstellung eines Finanzkonzepts
  • Unterstützung bei der Auswahl und Beantragung von Zuschüssen und Fördermitteln
  • Vorbereitung und Begleitung zu Gesprächen mit der Hausbank
  • Beratung über Organisation und Aufzeichnungspflichten (Kasse, Buchhaltung, etc.)
  • Wahl der geeigneten Rechtsform

In den Informationen der Industrie- und Handelskammer können Sie sich vorab über Eröffnung und Übernahme eines Gaststättengewerbes informieren.

Ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg bei der Gründung und Führung eines gastronomischen Betriebes ist die richtige Finanzierung. Insbesondere bei dünner Eigenkapitaldecke und entsprechendem Fremdfinanzierungsbedarf empfehlen wir Ihnen eine vorausschauende Planung. Dabei ist eine Vielzahl von Chancen und Risiken zu untersuchen. So sind z. B. mit der Pacht einer Gaststätte in der Regel mehrere Verträge verbunden.

  • Gaststättenpachtvertrag
  • Verträge über den Getränkebezug
  • Darlehensverträge für die Finanzierung des Inventars
  • Verträge über die Aufstellung von Spiel- und Unterhaltungsautomaten
  • Mietverträge für Wirte oder Personalwohnungen

Dabei kommen unterschiedliche Vertragspartner – u. a. Brauerei, Hausbesitzer und Automatenaufsteller – ins Spiel. Aus allen Verträgen ergeben sich wirtschaftliche, zivilrechtliche und steuerrechtliche Folgen.

Bierlieferungsvertrag mit unangemessenen Klauseln

So können beispielsweise in Bierlieferungsverträgen Vertragsklauseln enthalten sein, die sowohl steuerlich als auch rechtlich den Gastwirt stark benachteiligen und schon allein deshalb rechtlich unangemessen sind. So dürfen z. B. Vertragsstrafenklauseln entgegen den Geboten von Treu und Glauben den Gastwirt nicht unangemessen benachteiligen. Nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 5. Februar 2002 (1 U 2314/01) ist dies der Fall, wenn die Vertragsstrafe unabhängig von einem Verschulden des Gastwirtes bei jeder Einschränkung oder Einstellung des Getränkebezugs verwirkt sein soll. Ebenso ist nicht akzeptabel, dass die Brauerei im Falle des Zahlungsverzugs und bei einer Einstellung des Getränkebezugs das Recht hätte, "in den Mietvertrag mit dem Hausbesitzer einzutreten".

Sowohl für den kreditgebenden Lieferanten als auch für den Gastwirt sollten die wirtschaftlichen Eckdaten, die sich aus der Planung für die Kreditvergabe ergeben, im absoluten Vordergrund stehen.
Aus unserer jahrelangen praktischen Erfahrung bieten wir Ihnen gelungene Beispiele für erfolgreiche Verträge unter Berücksichtigung aller steuerlichen und wirtschaftlichen Aspekte. Dabei wird die individuelle Startsituation genauso betrachtet wie die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten. Für den juristischen Teil der Verträge arbeiten wir mit unseren kooperierenden Fachanwälten zusammen, die ebenso intensive Branchenerfahrung haben.

Seit dem 1. Januar 2013 liegt die Verdienstgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigungen bei 450 Euro.

Personen, die seit dem 1. Januar 2013 ein geringfügig entlohntes Beschäftigungsverhältnis aufgenommen haben, unterliegen grundsätzlich der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung.
Hierdurch erwerben die Beschäftigten Ansprüche auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung mit vergleichsweise niedrigen eigenen Beiträgen.
Da der Arbeitgeber für eine geringfügig entlohnte Beschäftigung bereits den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 15 % des Arbeitsentgelts zahlt, ist nur die geringe Differenz zum allgemeinen Beitragssatz von 18,9 % im Jahr 2013 auszugleichen. Das sind 3,9 % Eigenanteil für den Minijobber.
Alternativ zur vollen Rentenversicherungspflicht können sich Minijobber von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung befreien lassen. Hierfür muss der Beschäftigte dem Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass er die Befreiung von der Versicherungspflicht wünscht. Dann entfällt der Eigenanteil des Minijobbers und nur der Arbeitgeber zahlt den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung. Hierdurch verlieren Minijobber, die nicht anderweitig der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung unterliegen, die Ansprüche auf einen Großteil der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung.
Wer sich hingegen nicht befreien lässt, erwirbt durch die Beschäftigung vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung. Die Rentenversicherungsträger berücksichtigen diese Zeiten in vollem Umfang bei den erforderlichen Mindestversicherungszeiten (Wartezeiten) für alle Leistungen der Rentenversicherung.
Alle Antworten auf Ihre Fragen zum Thema Minijob finden Sie hier: www.minijob-zentrale.de

 

Mindestlohn

Seit dem 01. Januar 2017 gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro je Stunde.

Um sicherzustellen, dass dieser tatsächlich für jede Arbeitsstunde bezahlt wird, besteht in bestimmten Branchen die Pflicht, die Arbeitszeiten zu notieren.

In welchen Branchen muss die Arbeitszeit aufgeschrieben werden?
Die Dokumentationspflicht gilt generell nur für geringfügig Beschäftigte (Ausnahme: Minijobber im privaten Bereich) und die im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz genannten Wirtschaftsbereiche, in denen eine besondere Missbrauchsgefahr besteht. Dazu zählen u. a. Gaststätten und Hotels, Gebäudereinigung, Messebau und Fleischwirtschaft.

Was muss wie notiert werden?
Auf einem Zettel oder Vordruck (siehe unseren Musterbogen [PDF, 19KB])

  • muss der Arbeitgeber notieren (oder notieren lassen)
  • den Beginn der Arbeitszeit (für jeden Arbeitstag)
  • das Ende der Arbeitszeit (ebenfalls für jeden Arbeitstag)
  • die Dauer der täglichen Arbeitszeit, also bspw. die Stunden.

Achtung: Pausenzeiten gehören nicht zur Arbeitszeit, sind also herauszurechnen; die konkrete Dauer und Lage der jeweiligen Pausen müssen nicht aufgezeichnet werden.

Was ist noch zu berücksichtigen:

  • Es ist egal, ob die Liste handschriftlich oder maschinell erstellt und ausgefüllt wird.
  • Unterschriften des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers sind nicht erforderlich.
  • Dass die Liste korrekt ist, hat der Arbeitgeber sicherzustellen.
  • Die Arbeitszeit muss bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages dokumentiert sein, also eine Woche später.
  • Das Dokument verbleibt beim Arbeitgeber und muss bei einer Kontrolle durch den Zoll vorgezeigt werden. Es ist also ratsam, die aktuelle Aufzeichnung griffbereit zu haben.

 

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

vernichten dauerhaft legale Arbeitsplätze, erhöhen damit die Arbeitslosigkeit und bringen den Staat um Steuern und die Sozialversicherungen um Beiträge.
Sie zerstören auch die wirtschaftlichen Verhältnisse von Kollegenbetrieben. Viele Unternehmer vergessen, dass Schwarzarbeit im eigenen Betrieb auch erpressbar macht. Die Hauptzollämter, die bundesweit als Ansprechpartner des Zolls für die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung verantwortlich sind, bieten über das Internet anonyme Meldemöglichkeiten. Über 6.700 Zöllnerinnen und Zöllner, die früher die Grenzen zu unseren Nachbarstaaten kontrollierten, gehen bundesweit gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vor.
Der Renommee-Schaden ist zudem nicht unerheblich, wenn Gästen der plötzliche Besuch des Zolls und deren Dienstwagen mit der Aufschrift „Wir kämpfen gegen Schwarzarbeit“ auffallen.

Der Zoll hat zur Ausübung seiner Arbeit jederzeit unangekündigt die Möglichkeit zum Betreten der Grundstücke und der Geschäftsräume während der Geschäftszeit.
Unterlagen, z. B. Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen, Meldeunterlagen, Nachweis über gezahlte Löhne und Arbeitszeitaufzeichnungen sowie andere Geschäftsunterlagen, aus denen Umfang, Art und Dauer von Beschäftigungsverhältnissen abgeleitet werden können, sollten jederzeit zur Einsichtnahme vorlegen.

Wie man in der Praxis am Besten mit dem Thema umgeht, hat der DEHOGA Bundesverband in einer Informationsbroschüre im Netz zur Verfügung gestellt. Hier geht es zur Broschüre

Sozialversicherungsverstöße bergen Gefahren für den Betrieb.
Schwarzarbeit ist generell unfair, denn sie betrügt nicht nur den Staat um die Lohnsteuer und die Rentenversicherung um die Beiträge, sondern auch den Arbeitnehmer, dem man Fleiß, Treue zum Unternehmen, guten Umgang mit Gästen abverlangt. Auch gegenüber Kollegen aus der Gastronomie, die ordentliche Beschäftigungsverhältnisse unterhalten und genauso im harten Wettbewerb stehen müssen, ist sie unfair.

Schwarzarbeit lohnt sich nicht

Fällt die Schwarzarbeit auf, drohen empfindliche Strafen. Und das geht schneller als man denkt. Ein unzufriedener Mitarbeiter, ein Konkurrent, ein betrogener Ehepartner und das Risiko eines Arbeitsunfalls machen Schwarzarbeit im Handumdrehen bekannt. Zum einen werden die Abgaben zur Sozialversicherung für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren Nachzahlung fällig – und zwar in voller Höhe durch den Auftraggeber – gleichzeitig sind Schwarzarbeit, eine Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen und eine Steuerhinterziehung ein schweres Delikt. Deswegen drohen zusätzlich empfindliche Bußgelder von bis zu 500.000 Euro und sogar Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren.

Risikofaktoren Unfälle und Kriminalität

Schwere Konsequenzen kann auch ein Unfall haben. Denn dann muss der Arbeitgeber der verletzten Putzhilfe neben den Heilbehandlungskosten (z. B. für Arzt, Krankenhaus, Arznei-, Verbands- und Hilfsmittel) unter Umständen auch eine lebenslange Unfallrente zahlen. Im Übrigen gilt das nicht nur, wenn die Haushaltshilfe in der Wohnung des Arbeitgebers verunglückt, sondern auch schon auf dem Weg zum Arbeitsplatz. Zudem kann sich bei einem Unfall die Unfallversicherung die Kosten für Versicherungsfälle infolge von Schwarzarbeit erstatten lassen. Deshalb: Erst anmelden, dann arbeiten lassen.

Mit Vorliebe nimmt sich die Betriebsprüfung in der Gastronomiebranche der Kasse an. Der Grund ist einfach: Wo Bargeld im Spiel ist, wird auch vermutet, dass etwas an der Buchhaltung vorbeiläuft. Die Fortschritte der digitalen Betriebsprüfung, bei der der Prüfer mit hochgerüsteter Technik im Unternehmen erscheint und nicht mehr jeden Einzelbeleg akribisch prüft, sondern insbesondere die Kassenaufzeichnung auf Verfahrensfehler und auf mögliche Manipulation hin untersucht, ist inzwischen Praxis. Deshalb sollte bei der Kassenführung das größte Augenmerk auf die Ordnungsmäßigkeit und das tägliche Verfahren gerichtet sein. Denn wenn die Kasse in der Prüfung wegen Mängeln verworfen wird, bedeutet das in vielen Fällen den wirtschaftlichen Ruin. Nicht ohne Grund besagt die Statistik, dass in 50 % aller Betriebsprüfungen in der Gastronomie der Wirt oder Hotelier in ein Strafverfahren verwickelt wird.

Wir bieten Ihnen deshalb hier eine Checkliste zur Kassenführung an, die Ihnen Sicherheit gibt:

  • Sie führen Ihr Kassenbuch handschriftlich oder mit einer revisionssicheren Kassensoftware.
  • Sie machen keine Eintragungen mit Bleistift, um dem Verdacht auf Manipulation zu entgehen.
  • Bei Korrekturen streichen Sie Ziffern durch und verwenden weder Korrekturstift, Radierungen, Überklebungen etc., weil sie garantiert Zweifel an der Ordnungsmäßigkeit der Kasse aufwerfen.
  • Sie tragen bei jedem Bargeldvorgang einen Beleg am gleichen Tag in Ihr Kassenbuch ein.
  • Sie zeichnen alle, auch die privaten Einlagen und Entnahmen täglich mit Beleg in Ihrem Kassenbuch auf.
  • In Einzelfällen können Sie z. B. bare Einkäufe oder z. B. Tankrechnungen auch aus dem privaten Portemonnaie bezahlen. Diese Fälle, die möglichst die Ausnahme bleiben sollten, verbuchen Sie dann gegen das Konto Privat.
  • Wareneinkäufe gegen Bares erfassen Sie lückenlos.
  • Sie zeichnen „Außer Haus Umsätze“, wie z. B. Catering, gesondert auf.
  • Sie nehmen Einzelaufzeichnungen über Einnahmen aus Betriebsfeiern und Betriebsveranstaltungen auf.
  • Bei einer Einlage muss klar sein, woher das Geld kommt. Einlagen vom Bankkonto aus sollten mit einer datumsgleichen Buchung auf dem Kontoauszug der Bank zeitlich übereinstimmen.
  • Erhaltene Schecks stellen ein Barzahlungsmittel dar und werden von Ihnen als Einnahme in der Kasse eingetragen. Die Geldtransfers von der Barkasse zur Bank sind als Ausgabe in der Kasse zu vermerken. Hierbei sind die zur Bank weitergeleiteten Schecks ebenfalls als Ausgabe zu vermerken. Durchschläge der Einzahlungsquittungen, Scheckeinreicher und der Belege für sogenannte Geldbomben sind der Kasse beizulegen.
  • Reisekostenpauschalen für Dienstreisen können mangels Abfluss nicht als Ausgabe in der Kasse eingetragen werden. Sie buchen sie deshalb direkt gegen Privateinlagen.
  • Sie können jederzeit auch während des Tages einen Kassensturz gewährleisten. Der tatsächliche Bargeldbestand (Ist-Bestand) muss jederzeit mit dem Bestand laut Aufzeichnung (Soll-Bestand) der Kasse abstimmbar sein.
  • Der Kassenbestand weist bei Ihnen keinen Negativsaldo aus.
  • Ihr Hartgeld ist entsprechend dem täglichen Zählprotokoll vollständig in der Kasse enthalten.


Pflichten bei einer „offenen Kasse“

Die Tageseinnahmen werden nur rechnerisch ermittelt. Alle Quittungen, Belege und Eigenbelege für Barentnahmen müssen dazu im Kassenbehälter zur Ermittlung der Tageseinnahmen abgelegt werden. Die tägliche (!) Berechnung der Tageseinnahmen durch Rückrechnung aus dem ausgezählten Kassenbestand ist Pflicht. Die Ursprungsaufzeichnungen (z. B. Bierdeckel) brauchen nur dann nicht aufbewahrt werden, wenn ihr Inhalt unmittelbar nach Auszählung der Ladenkasse in den Kassenbericht eingetragen wird. Das richtige Berechnungsschema beginnt mit dem ausgezählten Tageskassenendbestand (nicht der des Vortages) und endet mit der Summe der Tageseinnahmen. Im Laufe des Tages getätigte Barausgaben betrieblicher oder privater Art, einschließlich der Bankeinzahlungen, werden dem ausgezählten Tageskassenendbestand zugerechnet. Private Einlagen und Bankauszahlungen in die Kasse und der Kassenbestand des Vortages sind abzusetzen.

PC-Kassen (elektronische Registrierkassen)
Die richtige und vollständige Erfassung und Verarbeitung der Geschäftsvorfälle muss bei der Speicherung in der EDV-Kasse gewährleistet sein. Sie achten darauf, dass nachträglich keine Änderungen mehr vorgenommen werden können und der ursprüngliche Inhalt feststellbar ist. Jeder Vorgang muss nachvollziehbar, Stornierungen ausweisbar sein und dürfen nicht verrechnet werden (Saldierungsverbot).

Gemischte Umsätze (ermäßigter und allgemeiner Steuersatz) müssen getrennt im Gerät erfasst und vom Tagesabschlussbon getrennt nach Umsatzsalden und Steuersatz ausgewiesen werden.
Kassen können wie alle elektronischen Geräte defekt sein. Wenn sie nicht in ein EDV-System eingebunden sind, das die Daten zuverlässig speichert, sollten regelmäßig Speicherausdrucke gemacht werden, um einen Nachweis über die Tagesumsätze gewährleisten zu können. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen.
Zur täglichen Kassenführung ist es ausreichend, den Tagesabschlussbon dem Kassenbuch beizulegen. Der Z-Bon muss Folgendes enthalten:

  • Name des Gastronomiebetriebs
  • Tagesdatum und Uhrzeit (wichtig zur Überprüfung, ob Ausdruck nach Geschäftsabschluss erfolgte. Bei Abweichung wird dringend empfohlen, den Grund zu vermerken.)
  • Tagessumme getrennt nach verschiedenen Steuersätzen
  • fortlaufende Nummer (Bei Störungen ist wichtig, diesen Bon als Nachweis aufzubewahren und jegliche Unterbrechung des Nummernkreises zu vermeiden. Bei Unterbrechung ist ein Vermerk über den Grund aufzubewahren.)


Aufbewahrungspflichten

Die Kassenaufzeichnungen sind mit und ohne Registrierkasse zehn Jahre aufzubewahren. Dazu zählen auch die Betriebsanleitung, Dokumente zur Programmierung und evtl. Umprogrammierungen, Speise- und Getränkekarten sowie die Programmabrufe nach jeder Änderung und Protokolle über die Einrichtung von Verkäufer-, Kellner- oder Trainingsspeicher. Diese Protokolle können sich auch beim Hersteller oder Lieferanten der Kasse befinden. Hierdurch entfällt die Aufbewahrungspflicht nicht.

Checkliste zur Aufbewahrung

  • Sie kopieren Thermopapierausdrucke und heften diese an das Original.
  • Sie heben alle Ursprungsbelege (Kontrollzettel, Abrechnung auf Bierdeckel) auf.


Besondere Pflichten bei einer elektronischen Registrierkasse

  • Sie heben die Bedienungsanleitung / Einrichte- / Änderungsprotokolle auf.
  • Sie sichern alle Kellnerberichte.
  • Sie ziehen täglich einen Z-Bon, der fortlaufend nummeriert ist.
  • Sie überprüfen regelmäßig die Uhrzeit an Ihrer Registrierkasse auf Richtigkeit.


Auch wenn Sie alle Punkte bejahen können, empfehlen wir Ihnen einen Checkup der ordnungsgemäßen Kassenbuchführung mit uns als Steuerberater.

Rechnungen
Rechnungen, deren Gesamtbetrag 150,00 Euro übersteigt, müssen folgende Angaben enthalten:

  • vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang und Art der Leistung
  • Entgelt und Steuerbetrag für die Lieferung oder Leistung in einer Summe
  • Steuersatz (oder im Fall einer Steuerbefreiung ein Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt)


Der Rechnungsaussteller ist verpflichtet, ein Doppel der ausgestellten Rechnung zehn Jahre lang aufzubewahren.

Die fortlaufende Rechnungsnummer muss lediglich bei Rechnungen unter 150,00 Euro angebracht werden; dies kann auch handschriftlich oder mit einem Paginierstempel geschehen. Dabei kann die fortlaufende Rechnungsnummer aus einer oder mehreren Zahlen- oder Buchstabenreihen bestehen oder auch aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen. Name und Anschrift des Leistungsempfängers können ebenfalls per Hand auf der Rechnung vermerkt werden.

Besonderheiten

Nicht erzielte Erlöse aus Warenabgaben (-verkäufen) müssen dokumentiert werden, denn täglich „verliert“ jeder Gastronomiebetrieb Erlöse. Dazu zählt der Kaffeeverzehr durch Inhaber und Mitarbeiter, Einladung von Gästen, Werbeaktionen oder durch Schwund, Bruch oder Reklamation.
Da alle Wareneinkäufe in der Buchhaltung erfasst werden müssen, bestimmen sie im Verhältnis zu den Erlösen den Wareneinsatz jedes Unternehmens. Fehlende Erlöse führen somit zwangsläufig zu geänderten Wareneinsatzquoten. Die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung verlangt an dieser Stelle, dass Rabatte, Gratis-Warenabgaben sowohl mengenmäßig, als auch erlösseitig, vollständig erfasst und dokumentiert werden.
Der täglich Z-Bon sollte und der Monatsabschluss muss die NICHT ERZIELTEN ERLÖSE beinhalten.

Gastronomiebetriebe entnehmen hin und wieder Produkte für den eigenen Bedarf. Um den Erfassungsaufwand zu minimieren und einen Streit mit den Prüfern des Finanzamts zu vermeiden, hat die Finanzverwaltung Pauschbeträge für den Eigenverbrauch festgelegt, von denen einige dem ermäßigten und andere dem vollen Umsatzsteuersatz unterliegen.

Zwar müssen Sie als Unternehmer nicht auf die Pauschbeträge zurückgreifen. Die Pauschbeträge unterstellen nur bestimmte Konsumgewohnheiten. In manchen Fällen spiegeln die Annahmen die tatsächlichen Verhältnisse allerdings nicht wider. In einem solchen Fall sollten dem Finanzamt geeignete Nachweise vorgelegt werden, um dadurch einen geringeren Entnahmewert durchzusetzen.

Mit den Pauschbeträgen vermeiden Sie lediglich Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt über die Höhe Ihrer Warenentnahme. Und natürlich sparen Sie sich so auch umfangreiche Einzelaufzeichnungen.

Die Pauschbeträge werden jährlich angepasst. Die jeweils aktuellen Werte für das jeweilige Wirtschaftsjahr finden Sie immer, wenn Sie unter der Stichwortsuche bei www.bundesfinanzministerium.de „Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben“ eingeben.

Weder der Gesetzgeber, die Rechtsprechung, noch die Finanzverwaltung machen es der Gastronomie leicht. Eine Flut von Umsatzsteuervorschriften begleitet den Unternehmer im Tagesgeschäft von der Zubereitung des Essens, der Lieferung bis zu allen Dienstleistungen drumherum. Insbesondere der Umstand unterschiedlicher Steuersätze bei der Beurteilung von Lieferungen und Leistungen verlangt höchste Aufmerksamkeit.

Um Prüfern und Geprüften die Beurteilung zu erleichtern, hat der Bundesfinanzminister selbst Alltagsbeispiele formuliert, aus denen wir hier zitieren. In Ihrem individuellen Fall sollten Sie unbedingt unseren Rat einholen.

 

Beispiel 1:

Der Betreiber eines Imbissstandes gibt verzehrfertige Würstchen, Pommes frites usw. an seine Kunden in Pappbehältern oder auf Mehrweggeschirr ab. Der Kunde erhält dazu eine Serviette, Einweg- oder Mehrwegbesteck und auf Wunsch Ketchup, Mayonnaise oder Senf. Der Imbissstand verfügt über eine Theke, an der Speisen im Stehen eingenommen werden können. Der Betreiber hat vor dem Stand drei Stehtische aufgestellt. 80 % der Speisen werden zum sofortigen Verzehr abgegeben. 20 % der Speisen werden zum Mitnehmen abgegeben.
Unabhängig davon, ob die Kunden die Speisen zum Mitnehmen oder zum Verzehr an Ort und Stelle erwerben, liegen insgesamt begünstigte Lieferungen mit ermäßigtem Steuersatz von 7 % (im Sinne des § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG) vor. Die erbrachten Dienstleistungselemente (Bereitstellung einfachster Verzehrvorrichtungen wie einer Theke und Stehtischen sowie von Mehrweggeschirr) führen bei einer wertenden Gesamtbetrachtung des Vorgangs, auch hinsichtlich der vor Ort verzehrten Speisen, nicht zur Annahme einer sonstigen Leistung. Die Qualität der Speisen und die Komplexität der Zubereitung haben auf die Beurteilung des Sachverhalts keinen Einfluss.

 

Beispiel 2:

Wie Beispiel 1, jedoch verfügt der Imbissstand neben den Stehtischen über aus Bänken und Tischen bestehende Bierzeltgarnituren, an denen die Kunden die Speisen einnehmen können. Soweit die Speisen zum Mitnehmen abgegeben werden, liegen begünstigte Lieferungen vor. Soweit die Speisen zum Verzehr vor Ort abgegeben werden, liegen nicht begünstigte sonstige Leistungen im Sinne des § 3 Abs. 9 UStG vor. Mit der Bereitstellung der Tische und der Sitzgelegenheiten wird die Schwelle zum Restaurationsumsatz überschritten. Auf die tatsächliche Inanspruchnahme der Sitzgelegenheiten kommt es nicht an. Maßgeblich ist die Absichtserklärung des Kunden, die Speisen vor Ort verzehren zu wollen.

 

Beispiel 3:

Der Catering-Unternehmer A verabreicht in einer Schule auf Grund eines mit dem Schulträger geschlossenen Vertrags verzehrfertig angeliefertes Mittagessen. A übernimmt mit eigenem Personal die Ausgabe des Essens, die Reinigung der Räume sowie der Tische, des Geschirrs und des Bestecks.
Es liegen nicht begünstigte sonstige Leistungen im Sinne des § 3 Abs. 9 UStG vor. Neben den Speisenlieferungen werden Dienstleistungen erbracht, die nicht notwendig mit der Vermarktung von Speisen verbunden sind (Bereitstellung von Verzehrvorrichtungen, Reinigung der Räume sowie der Tische, des Geschirrs und des Bestecks) und die bei Gesamtbetrachtung des Vorgangs das Lieferelement qualitativ überwiegen.

 

Beispiel 4:

Ein Schulverein bietet in der Schule für die Schüler ein Mittagessen an. Das verzehrfertige Essen wird von dem Catering-Unternehmer A dem Schulverein in Warmhaltebehältern zu festgelegten Zeitpunkten angeliefert und anschließend durch die Mitglieder des Schulvereins an die Schüler ausgegeben. Das Essen wird von den Schülern in einem Mehrzweckraum, der über Tische und Stühle verfügt, eingenommen. Der Schulverein übernimmt auch die Reinigung der Räume sowie der Tische, des Geschirrs und des Bestecks.

Der Catering-Unternehmer A erbringt begünstigte Lieferungen, da sich seine Leistung auf die Abgabe von zubereiteten Speisen und deren Beförderung ohne andere unterstützende Dienstleistungen beschränkt.
Der Schulverein erbringt sonstige Leistungen im Sinne des § 3 Abs. 9 UStG. Neben den Speisenlieferungen werden Dienstleistungen erbracht, die nicht notwendig mit der Vermarktung von Speisen verbunden sind (Bereitstellung von Verzehrvorrichtungen, Reinigung der Räume sowie der Tische, des Geschirrs und des Bestecks) und die bei Gesamtbetrachtung des Vorgangs das Lieferelement qualitativ überwiegen. Bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen können die Umsätze dem ermäßigten Steuersatz nach § 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG unterliegen.

 

Beispiel 5:

Wie Beispiel 4, jedoch beliefert der Catering-Unternehmer A den Schulverein mit Tiefkühlgerichten. Er stellt hierfür einen Tiefkühlschrank und ein Auftaugerät (Regeneriertechnik) zur Verfügung. Die Endbereitung der Speisen (Auftauen und Erhitzen) sowie die Ausgabe erfolgt durch den Schulverein.
Der Catering-Unternehmer A erbringt begünstigte Lieferungen. Die Bereitstellung der Regeneriertechnik stellt eine Nebenleistung zur Speisenlieferung dar.

 

Beispiel 6:

Ein Unternehmer beliefert ein Krankenhaus mit Mittag- und Abendessen für die Patienten. Er bereitet die Speisen nach Maßgabe eines mit dem Leistungsempfänger vereinbarten Speiseplans in der Küche des auftraggebenden Krankenhauses fertig zu. Die Speisen werden zu festgelegten Zeitpunkten in Großgebinden an das Krankenhauspersonal übergeben, das den Transport auf die Stationen, die Portionierung und Ausgabe der Speisen an die Patienten sowie die anschließende Reinigung des Geschirrs und Bestecks übernimmt.
Es liegen begünstigte Lieferungen vor, da sich die Leistung des Unternehmers auf die Abgabe von zubereiteten Speisen ohne andere unterstützende Dienstleistungen beschränkt. Die durch das Krankenhauspersonal erbrachten Dienstleistungselemente sind bei der Beurteilung des Gesamtvorgangs nicht zu berücksichtigen.

 

Beispiel 7:

Sachverhalt wie im Beispiel 6. Ein Dritter ist jedoch verpflichtet, das Geschirr und Besteck in der Küche des Krankenhauses zu reinigen. Soweit dem Unternehmer die durch den Dritten erbrachten Spülleistungen nicht zuzurechnen sind, beschränkt sich seine Leistung auch in diesem Fall auf die Abgabe von zubereiteten Speisen ohne andere unterstützende Dienstleistungen. Es liegen daher ebenfalls begünstigte Lieferungen an das Krankenhaus vor.

 

Beispiel 8:

Ein Unternehmer bereitet mit eigenem Personal die Mahlzeiten für die Patienten in der angemieteten Küche eines Krankenhauses zu, transportiert die portionierten Speisen auf die Stationen und reinigt das Geschirr und Besteck. Die Ausgabe der Speisen an die Patienten erfolgt durch das Krankenhauspersonal.

Es liegen begünstigte Lieferungen vor. Die Reinigung des Geschirrs und Bestecks ist im Rahmen der Gesamtbetrachtung nicht zu berücksichtigen, da die Überlassung dieser Gegenstände kein berücksichtigungsfähiges Dienstleistungselement darstellt.

 

Beispiel 9:

Eine Metzgerei betreibt einen Partyservice. Nachdem der Unternehmer die Kunden bei der Auswahl der Speisen, deren Zusammenstellung und Menge individuell beraten hat, bereitet er ein kalt-warmes Büffet zu. Die fertig belegten Platten und Warmhaltebehälter werden von den Kunden abgeholt oder von der Metzgerei zu den Kunden geliefert. Die leeren Platten und Warmhaltebehälter werden am Folgetag durch den Metzger abgeholt und gereinigt.

Es liegen begünstigte Lieferungen vor, da sich die Leistung des Unternehmers auf die Abgabe von zubereiteten Speisen, ggf. deren Beförderung sowie die Beratung beschränkt. Die Überlassung der Platten und Warmhaltebehälter besitzt vornehmlich Verpackungscharakter und führt bei der Gesamtbetrachtung des Vorgangs auch zusammen mit dem zu berücksichtigenden Dienstleistungselement „Beratung“ nicht zu einem qualitativen Überwiegen der Dienstleistungselemente. Da die Platten und Warmhaltebehälter vornehmlich Verpackungsfunktion besitzen, ist deren Reinigung nicht zu berücksichtigen.

 

Beispiel 10:
Ein Mahlzeitendienst übergibt Einzelabnehmern verzehrfertig zubereitetes Mittag- und Abendessen in Warmhaltevorrichtungen auf vom Mahlzeitendienst zur Verfügung gestelltem Geschirr, auf dem die Speisen nach dem Abheben der Warmhaltehaube als Einzelportionen verzehrfertig angerichtet sind. Dieses Geschirr wird – nach einer Vorreinigung durch die Einzelabnehmer – zu einem späteren Zeitpunkt vom Mahlzeitendienst zurückgenommen und endgereinigt.
Es liegen begünstigte Lieferungen vor. Da das Geschirr vornehmlich eine Verpackungsfunktion erfüllt, überwiegt seine Nutzungsüberlassung sowie Endreinigung das Lieferelement nicht qualitativ. Auf das Material oder die Form des Geschirrs kommt es dabei nicht an.

 

Beispiel 11:

Ein Mahlzeitendienst übergibt Einzelabnehmern verzehrfertig zubereitetes Mittag- und Abendessen in Transportbehältnissen und Warmhaltevorrichtungen, die nicht dazu bestimmt sind, dass Speisen von diesen verzehrt werden. Die Ausgabe der Speisen auf dem Geschirr der Einzelabnehmer und die anschließende Reinigung des Geschirrs und Bestecks in der Küche der Einzelabnehmer übernimmt der Pflegedienst des Abnehmers. Zwischen Mahlzeiten- und Pflegedienst bestehen keine Verbindungen.
Es liegen begünstigte Lieferungen vor, da sich die Leistung des Mahlzeitendienstes auf die Abgabe von zubereiteten Speisen und deren Beförderung ohne andere unterstützende Dienstleistungen beschränkt. Die Leistungen des Pflegedienstes sind bei der Beurteilung des Gesamtvorgangs nicht zu berücksichtigen.

 

Beispiel 12:

Verschiedene Unternehmer bieten in einem zusammenhängenden Teil eines Einkaufszentrums diverse Speisen und Getränke an. In unmittelbarer Nähe der Stände befinden sich Tische und Stühle, die von allen Kunden der Unternehmer gleichermaßen genutzt werden können (sogenannter „Food Court“). Für die Rücknahme des Geschirrs stehen Regale bereit, die von allen Unternehmern genutzt werden.
Soweit die Speisen zum Mitnehmen abgegeben werden, liegen begünstigte Lieferungen vor. Soweit die Speisen zum Verzehr vor Ort abgegeben werden, liegen nicht begünstigte sonstige Leistungen im Sinne des § 3 Abs. 9 UStG vor. Maßgeblich ist die Absichtserklärung des Kunden, die Speisen mitnehmen oder vor Ort verzehren zu wollen. Die gemeinsam genutzte Infrastruktur ist allen Unternehmern zuzurechnen. Einer Berücksichtigung beim einzelnen Unternehmer steht nicht entgegen, dass die Tische und Stühle auch von Personen genutzt werden, die keine Speisen oder Getränke verzehren.

Seit Januar 2010 gibt es eine Neuregelung zur Fälligkeit der Umsatzsteuer beim Verkauf von Gutscheinen. Dabei wird unterschieden zwischen Leistungs- und Wert-Gutscheinen:

Sofortige Umsatzsteuerpflicht bei Leistungsgutscheinen
Wenn Sie z. B. einem Gast einen Gutschein für ein Dinner oder eine Übernachtung verkaufen, wird die Umsatzsteuer direkt fällig. Voraussetzung: Leistungen und Produkte sind klar auf dem Gutschein angeben.

Spätere Umsatzsteuerpflicht bei Wertgutschein
Wenn Sie statt einem Leistungsgutschein nur einen Wertgutschein, z. B. in Höhe von 100 EUR verkaufen und der Beschenkte sozusagen die spätere Auswahl hat, welche Leistung er für den Betrag verzehrt und keine konkrete Leistung auf dem Gutschein angegeben ist, wird die Umsatzsteuer erst bei Einlösen des Gutscheins fällig.

Die Kulturförderabgabe, auch Bettensteuer, Beherbergungsabgabe bzw. -steuer oder Übernachtungsabgabe genannt, ist eine von dem damaligen Kölner Stadtkämmerer Norbert Walter-Borjans (SPD) Ende 2009 ins Leben gerufene Steuer für Übernachtungen in Hotels und Pensionen, die in zahlreichen Städten, so in Aachen, Berlin, Bingen, Bochum, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Duisburg, Eisenach, Erfurt, Flensburg, Jena, Köln, Lübeck, Mainz, Meißen, Oldenburg, Osnabrück, Trier oder Weimar erhoben wird und bundesweit Beachtung fand. Walter-Borjans Finanzinstrument war zudem eine Retourkutsche auf den Hoteliers gewährten ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 % (ab 2010), eine Initiative der schwarz-gelben Bundesregierung, die 2009 auf Druck der FDP zustande kam. Im internationalen Hotelgeschäft sind solche Übernachtungsbesteuerungen durchaus üblich, so etwa in Amsterdam, Florenz, Venedig, Paris oder Rom.

Die Kulturförderabgabe richtete sich nach dem Preis der Übernachtungen in Hotels und Pensionen. 5 % des Zimmerpreises mussten abgeführt werden, wobei es den Hotels und Herbergen frei stand, diesen Betrag auf den Übernachtungspreis aufzuschlagen. Der Terminus Kulturförderabgabe ist strittig, da etwa in Köln die eingezogenen Beträge in den allgemeinen Haushalt fließen und nur bedingt der Kultur zugutekommen.

Am 11. Juli 2012 wurde diese Steuer vom 9. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig für teilweise verfassungswidrig erklärt. Das Urteil kann nicht mehr angefochten werden. Dies betrifft die Städte Bingen und Trier. Eine Steuer für Hotelübernachtungen darf zwar erhoben werden, dies aber nur für Übernachtungen aus privaten Gründen. Somit dürfen geschäftlich bedingte Übernachtungen nicht mit einer solchen Kulturförderabgabe belegt werden.

Wie mit der "Bettensteuer" organisatorisch umzugehen ist, hat beispielsweise Köln in einer amtlichen Stellungnahme veröffentlicht.

Zur steuerlichen Anerkennung von Bewirtungskosten als Betriebsausgaben oder Werbungskosten des einladenden Gastes müssen die Rechnungen der Gaststätten maschinell, mit Datum und mit genauem Namen und Adresse ausgedruckt werden. Handschriftliche Eintragungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt. Bei Rechnungen über 150 Euro muss auch die Mehrwertsteuer in einem Betrag gesondert ausgewiesen werden, sodass Netto- und Bruttobetrag erkennbar sein müssen.

Bei Rechnungen unter 150 Euro genügt die Angabe des Umsatzsteuersatzes. Auch der Name des Gastes muss erscheinen (handschriftlich ist hier ausreichend). Darüber hinaus sind auf der Rechnung genau anzugeben, welche Speisen und Getränke verzehrt worden sind (allerdings sind Umschreibungen wie "Menü 1", "Tagesgericht", "Suppe" etc. zulässig).

Es gelten neue Pflichtangaben für Rechnungen. Rechnungen über 150 Euro müssen demnach folgende Angaben enthalten:

  • vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
  • Steuernummer (oder Umsatzsteuer-Identnummer)
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang und Art der Leistung
  • Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung
  • nach Steuersätzen und –befreiungen aufgeschlüsseltes Entgelt (Summe Waren 7 % ... Euro, Summe Waren 19 % ... Euro)
  • Entgelt und hierauf entfallender Steuerbetrag sowie Hinweis auf Steuerbefreiung (Umsatzsteuer 7 % ...Euro , Umsatzsteuer 19 % ...Euro)
  • im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts (Rabatte und Skonti)

Rechnungen, deren Gesamtbetrag 150 Euro nicht übertsteigt, müssen folgende Angaben enthalten:

  • vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang und Art der Leistung
  • Entgelt und Steuerbetrag für die Lieferung oder Leistung in einer Summe
  • Steuersatz (oder im Fall einer Steuerbefreiung ein Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt)

Der Rechnungsaussteller ist verpflichtet, ein Doppel der ausgestellten Rechnung zehn Jahre lang aufzubewahren. Die fortlaufende Rechnungsnummer muss lediglich bei Rechnungen über 150 Euro angebracht werden; dies kann auch handschriftlich oder mit einem Paginierstempel geschehen. Dabei kann die fortlaufende Rechnungsnummer aus einer oder mehreren Zahlen- oder Buchstabenreihen bestehen oder auch aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen. Name und Anschrift des Leistungsempfängers können ebenfalls per Hand auf der Rechnung vermerkt werden.

Quelle: IHK Pfalz

Sie wollen eine neue Gaststätte oder ein Hotel eröffnen, erweitern oder sind an der Übernahme eines bestehenden Betriebes interessiert? Dann stehen wir Ihnen von Anfang an zur Seite – mit wichtigen Tipps und Informationen.

Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Selbstständigkeit vor? Wie bereiten Sie sich am besten auf Ihre Gründung vor? Welche Finanzierung kommt für Sie in Frage? Und was sollten Sie in Ihrer unternehmerischen Startphase beachten? Antworten auf diese und ähnliche Fragen finden Sie im Gespräch mit uns auf dem Weg in Ihre Selbstständigkeit.

Egal, ob Sie aus der Arbeitslosigkeit oder noch als Arbeitnehmer eine Existenzgründung oder eine Betriebsübernahme planen, bei uns sind Sie richtig.

Viele Existenzgründerinnen und Existenzgründer scheuen den Gang zu einem Steuerberater wegen der vermeintlich hohen Kosten. Dabei sind diese im überschaubaren Rahmen und werden in den meisten Fällen mit öffentlichen Zuschüssen unterstützt.

Unsere Leistungen für Sie:

  • Persönliches Gespräch über alle notwendigen Formalitäten und Genehmigungen zur Existenzgründung
  • Hilfestellung bei der Erstellung Ihres Businessplans
  • Erstellung eines Finanzkonzepts
  • Unterstützung bei der Auswahl und Beantragung von Zuschüssen und Fördermitteln
  • Vorbereitung und Begleitung zu Gesprächen mit der Hausbank
  • Beratung über Organisation und Aufzeichnungspflichten (Kasse, Buchhaltung, etc.)
  • Wahl der geeigneten Rechtsform

In den Informationen der Industrie- und Handelskammer können Sie sich vorab über Eröffnung und Übernahme eines Gaststättengewerbes informieren.

GEMA

In Hotels und Gaststätten ist Musik ein fester Bestandteil. Die Aufgabe der GEMA ist es, dafür zu sorgen, dass die Urheber dieser Musik angemessen entlohnt werden. Gastwirte sind deshalb verpflichtet, jegliche Musiknutzung in ihren Gasträumen anzumelden.

Weitere Informationen und Unterlagen wie die:

  • Tarifübersicht für Gaststätten, Hotels, Pensionen
  • Fragebogen zur Anmeldung von Musiknutzungen in gastronomischen Betrieben
  • Fragebogen zur Anmeldung von Musiknutzungen in Hotels, Pensionen, Gastgewerbe u. Ä.
  • Informationen zur urheberrechtlichen Vergütungspflicht von Hotelfernsehen / -radio
  • Musiknutzung bei Veranstaltungen

www.GEMA.de

ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice

ist eine öffentlich-rechtliche Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD), zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten, des ZDF und des Deutschlandradio zum Zwecke des Einzugs der Rundfunkbeiträge nach dem Rundfunkbeitragsstaatsvertrag. Die Seiten der GEZ im Internet wurden ersetzt durch die Seiten der Arbeitsgemeinschaft, zu finden unter www.rundfunkbeitrag.de

Die Arbeitsgemeinschaft fordert von den Vermietern von Hotel- und Gästezimmern oder Ferienwohnungen, diese bei der Berechnung ihres Rundfunkbeitrags einbeziehen.

  • Das jeweils erste Zimmer oder die erste Wohnung in einer Betriebsstätte ist beitragsfrei.
  • Für jedes weitere Zimmer oder jede weitere Wohnung fällt ein Drittel des Beitrags in Höhe von monatlich 5,99 Euro an.
  • Daneben ist die Zahl der Betriebsstätten, der Beschäftigten und der betrieblich genutzten Kraftfahrzeuge entscheidend.
  • Weitere Informationen unter www.rundfunkbeitrag.de