Koalition einigt sich auf Details der Homeoffice-Pauschale

Union und SPD haben sich auf die kon­kre­te Aus­ge­stal­tung der ge­plan­ten Ho­me­of­fice-Pau­scha­le ge­ei­nigt. Das teil­te am 03.12.2020 ein Spre­cher der CSU-Lan­des­grup­pe im Bun­des­tag mit. Damit un­ter­stüt­ze die Ko­ali­ti­on die Aus­stat­tung für das Ar­bei­ten von zu­hau­se, un­ab­hän­gig vom Nach­weis eines se­pa­ra­ten Ar­beits­zim­mers. Die Pau­scha­le soll dem­nach 600 Euro pro Jahr be­tra­gen. Die SPD hatte vor we­ni­gen Tagen noch von 500 Euro ge­spro­chen.

Fest steht dem­nach nun auch, dass die Ho­me­of­fice-Pau­scha­le in die so­ge­nann­te Werbungskostenpauschale ein­ge­rech­net und nicht zu­sätz­lich ge­währt wird. Die Pau­scha­le in Höhe von 1.000 Euro wird bei der Steuerberechnung pau­schal vom Ein­kom­men ab­ge­zo­gen für Aus­ga­ben, die im Zu­sam­men­hang mit dem Beruf ent­ste­hen, etwa Fahrt­kos­ten zur Ar­beit, Ar­beits­klei­dung oder Wei­ter­bil­dun­gen (so­ge­nann­te Wer­bungs­kos­ten). Damit sinkt die Steu­er­last. Wer so hohe Wer­bungs­kos­ten im Jahr hat, so­dass der Pausch­be­trag über­schrit­ten wird, etwa durch einen wei­ten Arbeitsweg, muss dies ein­zeln nach­wei­sen.

Mit der Ho­me­of­fice-Pau­scha­le för­de­re man Kos­ten wie bei­spiels­wei­se für Strom, Te­le­fon und In­ter­net, sagte CSU-Landesgruppenchef Alex­an­der Dobrind. „Damit ent­las­ten wir die, die in der Pan­de­mie von zu Hause Enor­mes ge­leis­tet haben und rich­ten das Steu­er­recht kon­se­quent auf die mo­der­ne Ar­beits­welt aus.“ SPD-Fraktionsvize Achim Post sagte, nun könn­ten Be­schäf­tig­te, die in den ei­ge­nen vier Wän­den ar­bei­ten, ein­fa­cher ihre Kos­ten steu­er­lich gel­tend ma­chen. Zuvor hatte das „Han­dels­blatt“ dar­über be­rich­tet.