Marderbefall keine außergewöhnliche Bealstung

Aufwendungen, mit denen dem möglichen Eintritt von Schäden vorgebeugt werden soll, wie etwa Kosten für Maßnahmen, mit dem das Eindringen von Mardern in Wohngebäude und ihre Einnistung verhindert werden soll, sind keine außergewöhnlichen Belastungen.

In dem vom Finanzgericht Hamburg entschiedenen Fall, wollte der Hauseigentümer die Kosten für die Beseitigung von Mardertoiletten als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Das Finanzgericht war der Meinung, dass der Hauseigentümer über Jahre hinweg nichts gegen die Marderbesuche unternommen hat und deshalb die konkreten Gesundheitsgefahren oder unzumutbaren Gerüche aufgetreten sind. Soweit es nicht erkennbar ist, dass geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen wurden, ist davon auszugehen, dass es sich bei später anfallenden Kosten um Folgen seiner freien Willensentschließung handelt.

Gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg wurde beim BFH Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt (BFH VI B 41/20)