Wer von den Plänen der Parteien profitiert und wer nicht

In vier Monaten wird der neue Bundestag und eine neue Bundeskanzlerin oder ein neuer Bundeskanzler gewählt. Seit einiger Zeit stehen nun auch die Kanzlerkandidaten der CDU, SPD und der Grünen/Bündnis90 fest. Aber wie sieht es mit den Steuerplänen der Parteien aus? Wer profitiert und wer zahlt zukünftig drauf.

Aufgrund der Corona-Pandemie, die uns sicherlich noch eine ganze Weile begleiten wird, werden wir dieses Jahr einen anderen Wahlkampf erleben. Ein Großteil des Wahlkampfes wird sicherlich im Internet oder in Videokonferenzen stattfinden. Der Wahlkampf auf der Straße wird voraussichtlich nur in geringem Umfang oder gar nicht stattfinden.

Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl haben erste Parteien ihre Pläne für eine Einkommensteuerreform vorgelegt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat berechnet, was die von SPD, Grünen und Linken geplanten Tarife für Singles, Ehepaare und Alleinerziehende.

Sowohl die SPD als auch Grüne und Linke schlagen in ihren Bundestagswahlprogrammen vor, niedrige Einkommen zu entlasten und hohe Einkommen stärker zu belasten. Grüne und Linke wollen dafür unter anderem den Grundfreibetrag erhöhen. Die SPD will die einkommensstärksten fünf Prozent höher besteuern, was einem höheren Spitzensteuersatz gleichkommt. Wie der Tarif genau aussehen soll, hat die Partei noch nicht spezifiziert. Die IW-Studie geht davon aus, dass die SPD die Idee ihres Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans aus dem vergangenen Jahr aufgreift: Er hatte vorgeschlagen, dass der Spitzensteuersatz um drei Prozentpunkte steigt, dafür aber später greift. An der Reichensteuer wollen alle drei Parteien festhalten, wobei die Linke den Aufschlag drastisch erhöhen will.

Die vorgenannten Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sollen nur einen ersten Überblick geben.  Wir empfehlen Ihnen sich auch über die Steuerpläne der CDU und der FDP sowie der übrigen Parteien zu informieren.